Prüfmittel sind die Grundlage vieler Qualitätsentscheidungen. Wenn Messmittel nicht geeignet, nicht kalibriert oder falsch eingesetzt werden, verlieren Prüfergebnisse an Aussagekraft. Deshalb ist Prüfmittelmanagement weit mehr als eine Liste von Geräten.
Ein digitaler Prüfmittelprozess sorgt dafür, dass Status, Kalibrierfristen, Historie und Einsatzfähigkeit jederzeit nachvollziehbar sind.
Warum Prüfmittel kritisch sind
Ein fehlerhaftes oder abgelaufenes Prüfmittel kann zu falschen Freigaben oder unnötigen Sperrungen führen. Beide Fälle kosten Zeit und Vertrauen. Besonders problematisch ist es, wenn erst im Nachhinein auffällt, dass ein Prüfmittel zum Zeitpunkt der Prüfung nicht gültig war.
Prüfmittelmanagement schützt vor genau solchen Lücken. Es stellt sicher, dass geeignete und gültige Prüfmittel verwendet werden.
Stammdaten und Status
Jedes Prüfmittel braucht eindeutige Stammdaten: Nummer, Bezeichnung, Standort, Verantwortlicher, Messbereich, Kalibrierintervall, Status und Historie. Ohne klare Stammdaten wird es schwierig, Prüfmittel zuverlässig zu steuern.
Der Status sollte eindeutig zeigen, ob ein Prüfmittel freigegeben, gesperrt, in Kalibrierung, verloren oder ausgesondert ist. Anwender müssen schnell erkennen können, ob ein Prüfmittel eingesetzt werden darf.
Kalibrierfristen steuern
Kalibrierfristen sollten nicht manuell überwacht werden. Digitale Terminüberwachung macht sichtbar, welche Prüfmittel bald fällig sind und welche bereits überfällig sind. Verantwortliche können rechtzeitig reagieren, bevor ein Prüfmittel ausfällt.
- Kalibrierintervalle je Prüfmittel hinterlegen
- Fälligkeiten automatisch überwachen
- Kalibrierergebnisse dokumentieren
- Zertifikate und Nachweise zuordnen
- Status nach Kalibrierung aktualisieren
Sperrungen nachvollziehen
Wenn ein Prüfmittel gesperrt wird, muss der Grund dokumentiert sein. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Prüfungen mit diesem Prüfmittel durchgeführt wurden. Je nach Risiko kann eine Bewertung vergangener Ergebnisse notwendig sein.
Ein digitaler Prozess erleichtert diese Rückverfolgbarkeit, weil Prüfmittel mit Prüfungen und Historien verbunden sind.
Nachweise im Audit
Auditoren fragen häufig nach Kalibrierhistorie, Status und Nachweisen. Mit zentralem Prüfmittelmanagement können diese Informationen schnell bereitgestellt werden. Das reduziert Suchaufwand und stärkt die Glaubwürdigkeit der Prüfergebnisse.
Prüfmittelmanagement ist damit ein praktischer Bereich, in dem Digitalisierung unmittelbar spürbare Entlastung bringt.
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